BEHANDLUNGSKOSTEN KIEFERORTHOPÄDIE

Um dem Wunsch des Patienten bzw. dessen Eltern nach Kostentransparenz nachzukommen, legen wir vor Beginn der kieferorthopädischen Behandlung sämtliche planbaren Kosten offen.

Ebenso erstellen wir ein genaues Therapiekonzept vor Behandlungsbeginn, da sich die kieferorthopädische Behandlung meist über einen längeren Zeitraum erstreckt. Hierfür sind eine gründliche Voruntersuchung durch den Kieferorthopäden und eine ausführliche Befund- und Therapiebesprechung mit dem Patienten notwendig.

Wir beraten den Patienten umfassend über die bevorstehende Behandlung und erklären mögliche Therapie-Alternativen. In diesem Zusammenhang erläutern wir auch die anfallenden Kosten. Bei der Kalkulation berücksichtigen wir, welche kieferorthopädischen Maßnahmen für den Patienten in jedem Fall notwendig werden, mit welchen Geräten gearbeitet werden soll, welche Materialien eingesetzt werden und wie hoch das Arzt- und Technikerhonorar ausfällt.

Detaillierte Preisangaben lassen sich an dieser Stelle nur schwer formulieren, da jeder Behandlungsfall eine individuelle Problemlösung erfordert. 

Gesetzliche Krankenkassen

Private Krankenversicherungen

Behandlungskosten bei gesetzlichen Krankenkassen

Bezogen auf die Therapie wird ein Heil- und Kostenplan erstellt, der die Höhe der finanziellen Aufwendungen angibt und die Zuschüsse ermittelt. Dieser muss bei gesetzlichen Krankenkassen vor der Behandlung zur Genehmigung eingereicht werden. Dies übernehmen wir für unsere Patienten.

Eine zu therapierende Zahn- oder Kieferfehlstellung wird nicht in jedem Fall von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst. Der Gesetzgeber hat hierfür im Jahre 2002 ein Abstufungssystem eingeführt, das behandlungsbedürftige Patienten in fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) (Gruppe 1-5) einteilt (hierbei gilt die Gruppe 0 für gesunde Patienten, die keine Behandlung brauchen).

Die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen erfolgt nur ab einem bestimmten Schweregrad des Befundes (siehe auch STIFTUNG WARENTEST, 2009):

Wird der Befund in einen entsprechenden Schweregrad KIG 3 - 5 eingestuft, werden bereits ab dem 4. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen einer Früh- oder frühen Behandlung Therapien bezuschusst. Die Hauptgruppe der Patienten sind Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren. Bei Erwachsenen (ab dem 18. Geburtstag) tragen die gesetzlichen Krankenkassen nur Behandlungen, die eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erfordern. 

Wird der vorliegende Befund in KIG 1 und 2 eingestuft, darf die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Behandlung nicht übernehmen. In diesen Fällen suchen wir mit dem Patienten nach einer für ihn passenden Lösung. Teil dieser Lösung kann z.B. neben einer zinsfreien Ratenzahlung für die Dauer der Behandlung in unserer Praxis, auch die Möglichkeit sein, über eine Abrechnungsgesellschaft eine Zahlung von bis zu 72 Monaten zu vereinbaren. 

Liegt ein Befund vor, der von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst wird, können wir den Kassenanteil an den Leistungen zu 80 % direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen. Die verbleibenden 20 % sind der gesetzliche Eigenanteil, den der Versicherte an uns selbst zahlen muss. Dieser Eigenanteil wird nach erfolgreichem Abschluss der Therapie inklusive Retentionsphase von der Krankenkasse an den Versicherten (in der Regel die Eltern) erstattet. 

Zusätzliche Leistungen, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind oder über den Rahmen der gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen, müssen vom Patienten selbst übernommen werden. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um mitarbeitsarme Therapievarianten, die Bracketumfeldversiegelung, Kleberetainer oder die Verwendung von speziellen Brackets und Drähten. Auch die Lingualtechnik und die Anwendung der Aligner®-Schienen gehören in diese Kategorie. Hier gibt es ebenfalls die Möglichkeit über diese Leistungen eine zins- und kostenfreie Ratenzahlung zu vereinbaren.

Behandlungskosten bei privaten Krankenkassen

Auch bei privaten Krankenversicherungen erstellen wir einen auf die Therapie bezogenen Heil- und Kostenplan. Den privaten Krankenversicherern muss der Behandlungsplan nach Unterzeichnung durch den Versicherten nicht zur Genehmigung, sondern lediglich zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. Der Versicherte hat allerdings das Recht von seiner Versicherung eine rechtsverbindliche Kostenübernahmeerklärung im Rahmen des jeweiligen Versicherungsvertrages zu verlangen.

Einen generellen Ausschluss von speziellen Behandlungsgeräten gibt es hierbei nicht. Bei privaten Krankenversicherungen ist es letztendlich vom Vertrag abhängig, welche Kosten erstattet werden. Auch hierbei beraten wir sie gerne.