Nach der Zahnspange: Stabilisierung der Zähne

Die sogenannte Retentionsphase hat die wohl größte Bedeutung bei einer kieferorthopädischen Behandlung. Dabei werden nach Abschluss der aktiven Behandlung die Zähne an Ort und Stelle stabilisiert, um weitere Zahnverschiebungen zu vermeiden.

Zähne tendieren ein Leben lang, sich zu bewegen. Schuld daran sind die elastischen Zahnwurzeln, aber auch der Lippendruck und die umliegende Muskulatur.

Die Zahnstellung wird mit folgenden Methoden fixiert und stabilisiert:

  • Retainer
    Das sind kleine Haltedrähte, die zungenseitig auf die Schneidezähne geklebt werden. Sie sind daher sehr unauffällig und fixieren die kritischsten Zahnbereiche. Die sollten frühestens nach 5 Jahren, oder nachdem der Durchbruch der Weisheitszähne abgeschlossen ist, wieder entfernt werden. In vielen Fällen können die Retainer auch ein Leben lang im Mund verbleiben.
  • Retentionsschienen
    Die transparente Halteschiene wird vor allem bei Nacht eingesetzt und in Absprache mit dem Kieferorthopäden getragen. Vorteil der Retentionsschienen ist, dass die kompletten Zähne eines Kiefers stabilisiert werden und die Schienen herausnehmbar sind.
  • Retentionsplatten
    Dabei handelt es sich um eine lose Zahnspange, die die Zähne nach der kieferorthopädischen Behandlung an der Stelle hält. Kleine Dornen klemmen sich in die Zahnzwischenräume und stabilisieren so das Ergebnis. Auch hier haben wir den Vorteil, dass die komplette Zahnreihe fixiert wird und die Retentionsplatte herausnehmbar ist. Diese Zahnspange wird anfangs 24 Stunden täglich getragen; die weitere Tragedauer kontinuierlich in Absprache mit dem Kieferorthopäden reduziert.